Das Konzept der GeReSo mbH
Sparte Batterie- und Akkumulatorenverwertung
 

Das Problem

Jährlich werden in der Bundesrepublik etwa 900 Millionen Gerätebatterien - das entspicht dem Gesamtgewicht von 27.000 t - in den Handel gebracht. Diese wurden bislang größtenteils über den Haus- und Gewerbemüll entsorgt, was zu einer Freisetzung der enthaltenen Schwermetalle wie Quecksilber, Blei, Cadmium, Zink, Mangan und Nickel führte. Auch die Deponierung in Sonderabfalldeponien stellt keine befriedigende Lösung dar.

Viele dieser Batterien und Akkumulatoren (Primär- und Sekundärelemente) können wiederverwertet werden, wenn sie entsprechenden Verwertungswegen zugeleitet würden.

 

Die Lösung

Die Gesellschaft für Reststoff- und Sonderabfallverwertung stellt sich dieser Aufgabe mit einem eigenen Verwertungs- und Logistikkonzept.

Die verbrauchten Batterien/Akkumulatoren werden an der Verbrauchsstelle in geeigneten Behältnissen gesammelt. Anschließend erfolgt der Transport zu unserem Verwertungsbetrieb. Hier werden die Batteriegemische einer Eingangskontrolle und Sortierung unterzogen.

Zink-Kohle- / Alkali-Batterien werden einer pyrometallurgischen Aufarbeitung unterzogen. Als Wertstoff läßt sich das enthaltene Zink wiedergewinnen. Die anfallende Schlacke findet im Bausektor Verwendung.

Nickel-Cadmium-/Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren werden ebenfalls pyrometallurgisch aufgearbeitet. Es findet eine Trennung in metallisches Cadmium und Nickelbasislegierungen statt. Das Cadmium kann bei der Herstellung neuer Akkumulatoren und das Ferronickel in der Stahlindustrie eingesetzt werden. Die Lauge flüssigkeitsgefüllter Akkumulatoren bereiten wir zur Weiterverwendung auf und erzeugen aus dem Abfall direkt ein Produkt.

Blei-Akkumulatoren werden auch pyrometallurgisch aufbereitet. Das Kunststoffmaterial der Gehäuse kann entweder zu Recyclaten aufgearbeitet werden oder beim Schmelzprozeß als Reduktionsmittel und Energielieferant genutzt werden. Endprodukt der Verwertung sind Blei, Bleilegierungen und Schlacke.

Lithium-Zellen können mit Hilfe eines neuentwickelten Verfahrens verwertet werden. Da das enthaltene Lithium mit Luft und Wasser reagiert, muß das reaktive Metall in eine ungefährliche Form überführt werden. Dies geschieht im ersten Schritt, in einer Kohlendioxidatmosphäre werden die Batterien zerkleinert und das in ihnen enthaltene metallische Lithium in eine ungefährliche Verbindung (Lithiumcarbonat) überführt. Das erhaltene Gemisch wird anschließend der Vakuumdestillation unterzogen, wobei Edelstahl, Braunstein und ein Öl-Wasser-Gemisch, sowie Lithiumcarbonat als Produkte gewonnen werden.

Quecksilberhaltige Knopfzellen werden einer trockenen Destillation unterzogen. Das enthaltene Quecksilber wird in metallischer Form gewonnen und kann wieder eingesetzt werden. Aus dem quecksilberfreien, festen Rückstand wird das in einigen Knopfzellen enthaltene Silber wiedergewonnen.