Das Konzept der GeReSo mbH
Sparte Gewerbeabfallverwertung Sortierung und thermische Verwertung
 

Das Problem

Vergraben und Vergessen: dieses Motto kennzeichnete über Jahrhunderte den Umgang mit Abfall. Doch erst in den letzten Jahren ist klargeworden, daß dieses Vorgehen für den Menschen und die Umwelt wenig verträglich ist.
In Deutschland waren 1995 nach Angaben des Umweltbundesamtes 477 Deponien in Betrieb. Hausmüll, hausmüllähnlicher Gewerbeabfall und Sperrmüll werden hauptsächlich auf diesen abgelagert. Insgesamt werden noch immer 72% des Restmülls deponiert.
Deponien geben fortwährend erhebliche Mengen an Schadstoffen an die Umwelt ab. Zudem ist unsicher, ob Deponieabdichtungssysteme auf Dauer ihre Aufgabe erfüllen und so Schadstoffe langfristig im Deponiekörper eingeschlossen bleiben. Deponien benötigen wegen des von Ihnen ausgehenden Gefährdungspotentials eine kostenintensive Nachsorge. Das gilt auch für die Erfassung der aus Deponien ausströmenden Gase (vor allem Methan, das deutlich stärker zum Treibhauseffekt beiträgt als Kohlendioxid).
Um die von Deponien ausgehenden Emissionen (Ausgasungen und Sickerwasser) auf ein Minimum zu reduzieren, hat der Gesetzgeber genau umrissene Qualitätsanforderungen an die Stoffe festgelegt, die auf Deponien abgelagert werden sollen. Zu den Parametern, die den zulässigen Organikgehalt festlegen, zählen der Gehalt an gebundenem Kohlenstoff (TOC) und der Glühverlust.
Um die von der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi) geforderten Ablagerungs-kriterien zu erfüllen, führt an der thermischen Behandlung kein Weg vorbei. Sie stellt sicher, daß

  • Umweltgefahren durch die Zersetzung von organischem Material in der Deponie ausgeschlossen sind,
  • organische Schadstoffe zerstört und
  • andere Schadstoffe abgetrennt bzw. ausreichend inertisiert werden.

Die TASi-Kriterien gelten ab dem 01. Juni 1999. Danach dürfen nur noch inertisierte Abfälle auf Deponien abgelagert werden.

 

Unser Konzept, die Lösung

Die Gesellschaft für Reststoff- und Sonderabfallverwertung stellt sich dieser Aufgabe durch ein eigenes Verwertungs- und Logistikkonzept.
Von der Erfassung der Gewerbeabfälle in Abrollcontainern bis zum Transport zur Sortier-anlage, um die werk- bzw. rohstofflich zu verwertenden Bestandteile vor der thermischen Verwertung zu entfernen, bietet die GeReSo mbH hier eine Lösung aus einer Hand.

Die nicht vermeid- und verwertbaren Bestandteile des Abfalls, die nicht aufbereitet werden können und sich nicht in den Wertstoffkreislauf zurückführen lassen, müssen mit geeigneten Techniken behandelt werden, damit von ihnen keinerlei Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen können.

In der als "Abfall zur Beseitigung" bezeichneten Materialmischung finden sich alle Komponenten, die die Umwelt ohne thermische Behandlung in Abfallverbrennungsanlagen belasten. Problematisch sind Schadstoffe wie Schwermetalle, chlor-, schwefel- und fluorhaltige Verbindungen, sowie Kohlenwasserstoffe. Daher muß erreicht werden, daß diese Substanzen nicht in die natürlichen Kreisläufe (Boden, Wasser, Luft) eingeschleust werden.

Der Heizwert von Restabfall entspricht etwa dem der Braunkohle. Dank dieses Energieinhalts der ansonsten nicht nutzbaren Stoffmischung wird Abfall zum Brennstoff. Die Nutzung des in zur Energiegewinnung geeigneten Abfallverbrennungsanlagen erzeugten Dampfes, der wiederum in Turbinen Strom erzeugt, trägt zur Einsparung fossiler Brennstoffe bei. Dies ist zudem ein Beitrag zur Reduzierung des Treibhauseffektes. Die Substitution fossiler Brennstoffe durch Abfall vermindert klimarelevante CO2-Emissionen, die ansonsten bei der Verbrennung von Öl, Gas oder Kohle an die Atmosphäre abgegeben würden.

Alle von uns angefahrenen Abfallverbrennungsanlagen sind als Müllheizkraftwerke ausgelegt. Sie produzieren also Dampf für die Strom- und / oder Fernwärmeerzeugung. Es werden Gesamtwirkungsgrade von bis zu 80% erreicht.

Im weltweiten Vergleich gelten in Deutschland mit die schärfsten Auflagen, die für Abfallverbrennungsanlagen existieren. Ausschlaggebend ist dabei die 17. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (17. BImSchV) vom November 1990. Sie schreibt unter anderem einen Grenzwert von 0.1 Nanogramm (1 ng = ein milliardstel Gramm) für Dioxine und Furane je Kubikmeter Abgas vor.

Dieser Grenzwert wird von allen deutschen Abfallverbrennungsanlagen weit unterschritten. Die Konsequenz dieser scharfen Grenzwerte ist beachtlich: die Summe der Dioxinemissionen aller deutscher Abfallverbrennungsanlagen liegt heute deutlich unter vier Gramm pro Jahr. Zum Vergleich: dem Verkehrssektor werden mehr als zehn Gramm pro Jahr, einem einzigen Hochofen sieben Gramm pro Jahr zugeschrieben.

 

Emissionskonzentrationen im Vergleich (Tagesmittelwerte in mg/m³)

 

Kohlekraftwerk
(13. BImSchV)

Hochofen
(TA Luft)

Zementwerk
(TA Luft)

Müllverbrennung

(17. BImSchV)

Staub

< 50

< 50

< 50

< 10

HCl

< 200

< 30

< 30

< 10

HF

< 30

< 5

< 5

< 1

SO2

< 400

< 500

< 400

< 50

NOx (NO2)

< 800

< 500

< 1300

< 200

Cd, Tl, Hg

kein Grenzwert

< 0,2

< 0,2

< 0,05

Schwermetalle

kein Grenzwert

< 5

< 5

< 0,5

PCDD/PCDF
(ngTE/m3)

kein Grenzwert

kein Grenzwert

kein Grenzwert

< 0,1

 

Zusammenfassend läßt sich für Restabfall und Gewerbeabfälle, denen durch eine vorgeschaltete Sortierung unmittelbar verwertbare Stoffe entzogen wurden, feststellen, daß die Verbrennung das geeignete Beseitigungsverfahren ist.

Die Abfallverbrennung zur Reduktion des Schädlichkeitspotentials von nicht weiter verwertbarem Restmüll ist, wenn sie mit fortschrittlichen Verfahren nach den geltenden Anforderungen der 17. BImSchV betrieben wird, eine verantwortbare und förderungswürdige Technik, von der ein wesentlich geringeres Wirkungsrisiko ausgeht als von der Ablagerung unbehandelter Abfälle.