Das Konzept der GeReSo mbH
Sparte Verbrauchsmaterialrecycling (Toner, Kartuschen, Farbbänder)
 
Das Problem

Jährlich werden in der Bundesrepublik etwa 200 Millionen Farbbandkassetten, Toner- und Ink-Jet-Kartuschen aus biologisch nicht abbaubaren Kunststoffen größtenteils über den Haus- und Gewerbemüll entsorgt.
Diese Menge entspricht etwa der Ladung von 5000 LKW mit Anhänger. Aneinandergereiht ergäbe dies die Strecke von Hannover nach Bremen.

Viele dieser Kassetten und Kartuschen könnten nachgefüllt werden, wenn sie entsprechenden Verwertungswegen zugeleitet würden.

 

Die Lösung

Die Gesellschaft für Reststoff- und Sonderabfallverwertung stellt sich dieser Aufgabe durch ein eigenes Verwertungs- und Logistikkonzept.

Die verbrauchten Kassetten/Kartuschen werden an der Verbrauchsstelle in der ursprünglichen Transportverpackung (als Transportschutz und zur leichteren Typidentifizierung) gesammelt. Anschließend erfolgt der Transport zu unserem Verwertungsbetrieb. Hier werden die Farbbandkassetten/Tonerkartuschen einzeln einer Eingangskontrolle und Vorsortierung unterzogen.

Farbbandkassetten (Nylon) werden, je nach Zustand des Farbbandes, entweder dem Re-Inking (das Farbband wird mit typgleicher Tinte neu getränkt) oder dem Re-Filling (ein neues Farbband wird eingezogen) zugeführt. Nicht verwertbare Kassetten - Auslauftypen, Carbon-bänder (werden nach dem Bundesdatenschutzgesetz beseitigt), beschädigte Kassetten - werden zerlegt . Dabei werden Nylongewebe der Sonderabfallverbrennung, Metallteile dem Recycling und Kunststoffgehäuse der eigenen Kunststoffverarbeitung zugeführt.

Toner-Kartuschen werden dem Rebuilding unterworfen, d.h. die Kartuschen werden vollständig zerlegt, gereinigt und überprüft. Defekte Teile und Verschleißteile werden ausgetauscht. Anschließend werden bei der Montage neue Long-Life-OPCs und Originaltoner verwendet.
Das komplette System ist einem neu produzierten qualitativ ebenbürtig. Dabei anfallende Kunststoffteile werden soweit wie möglich dem Recycling zugeführt, Metallteile vollständig verwertet.

Tonerpulver, das bei der Reinigung der Toner-Kartuschen und beim Betrieb von Laser-Druckern anfällt, wird mehreren Verwertungsverfahren zugeführt. Darunter verstehen wir den Einsatz in der eigenen Produktion von Kunststoffartikeln, Farbenindustrie, Hydrierung und für verunreinigte Chargen die Sonderabfallverbrennung.

Entwickler aus Laserdruckern und Kopierern wird einer Trennung in Magnetwerkstoff- und Tonerpulver unterzogen. Der Magnetwerkstoff wird extern verwertet.

Fotoleiter werden mechanisch entschichtet. Der Träger wird der Verwertung zugeführt. Die Beschichtungen stellen zum Teil Sonderabfälle dar und werden im Fall von Selen verwertet.

Für sonstiges Verbrauchsmaterial wie z. B. Heizstrahler, Corona-Drähte, Fixierwalzen und Reinigungsfilze bieten wir maßgeschneiderte Lösungen an. Dabei achten wir auf ökonomisch vertretbare Verwertungsverfahren, die ein Maximum an Wertstoffrückgewinnung ermöglichen.